Singen im Chor macht Spaß

Kinder- und Jugendchöre im OMCV

Die Förderung des Sänger-Nachwuchses gehört zu unseren Kernaufgaben. Es freut uns daher, dass unserem Regionalverband folgende Kinder- und Jugendchöre angegliedert sind:

Die Kinder- und Jugendchöre freuen sich auf sangesbegeisterte Kinder und Jugendliche. Wenden Sie sich vertrauensvoll direkt an die o.g. Chöre.

Die Kinder- und Jugendchöre werden von unserem Verband gefördert und unterstützt. Ansprechpartnerin ist unsere Jugendreferentin Nancy Bullerjahn, erreichbar über eMail: jugendreferentin@omcv.de

Die vom Badischen  bzw. Deutschen Chorverband angebotenen vielfältigen Kinder-/Jugendprojekte werden hier vorgestellt:
http://www.badischerchorverband.de/Verband/KinderundJugendarbeit/

Der SingBus der Deutschen Chorjugend tourt durch Deutschland und wird vom 7. Juli bis 6. August 2021 auch in Baden erwartet. Ziel dieser Initiative ist es, die Gründung neuer Kinder- und Jugendchöre anzustoßen. Der Badische Chorverband würde eine Gründung mit einer Anschubfinanzierung von EUR 500 unterstützen.
Nähere Informationen hier: https://www.deutsche-chorjugend.de/programme/kinderchorland/singbus/

Hilfreiche Argumente zur Gründung eines Kinderchores finden sich u.a. im Artikel von Frau Barbara Fritz in der Zeitschrift Chorheute: https://www.chor-heute.de/vereinsmanagement/gruendet-einen-kinderchor/

Dem "Singen lernen als Hobby für Kinder" und die Heranführung an das Singen in der Gemeinschaft eines Chores widmet sich ein Beitrag der Ratgeberserie von C&A: https://www.c-and-a.com/de/de/shop/singen-als-hobby-fuer-kinder  Sie finden darin Informationen u.a. über

  • Vorteile des Singens
  • das optimale Einstiegsalter
  • Möglichkeiten zum Singen (z.B. im Chor, Gesangsunterricht oder in einer Band)


Badischer JugendChor Musik trotz(t) Corona - Kreativität statt Nichtstun!



Tag der Kinderstimme - digital

2021 werden unterschiedlichste Online-Veranstaltungen rund um das Singen mit Kindern angeboten: Diskussionen, Workshops, und Projektvorstellung. Die Angebote richten sich an alle, die mit Kindern singen: Lehrerinnen und Lehrer, Erzieherinnen und Erzieher, Chorleiterinnen und Chorleiter oder auch Eltern.

Die Teilnahme an den Veranstaltungen ist kostenfrei.

Anmeldung und Informationen unter www.tag-der-kinderstimme.de

Schon heute vormerken: Der nächste (Präsenz-)Tag der Kinderstimme ist für den 02. April 2022 geplant


Rückblick auf den ersten gemeinsamen Tag der Kinderstimme:

Carusos-Liedersingen Online

 Aktuell bieten die Carusos immer freitags von 10 – 10.45 Uhr ein Online-Angebot für alle Kindergarten- und Kita-Gruppen sowie interessierte Eltern und Kinder an: Gemeinsam mit Peter Schindler und Susette Preißler wird gesungen, getanzt und musiziert – mit Rasseln, Handtrommeln und allen anderen Lieblingsinstrumenten. Der Spaß am Singen (entsprechend der aktuell geltenden Corona-Verordnung) und das Mitmachen stehen im Vordergrund. Vorgestellt werden Lieder aus dem Liederbuch der Carusos “Alle Lieder sind schon da”.

Den wöchentlich wechselnden Link für YouTube und Zoom bekommen Carusos-zertifizierte Kitas und die Carusos-FachberaterInnen immer direkt zugeschickt, alle anderen können sich bei Interesse gerne per E-Mail im Carusos-Büro bei Nele Gerloff (nele.gerloff[at]deutscher-chorverband.de) melden.

Neues von den Carusos

Auch die Initiative des Deutschen Chorverbands für das Singen mit Kindern ist von der Pandemie betroffen. Doch man bleibt am Ball – virtuell und bald hoffentlich auch wieder live

Von Nora-Henriette Friedel  Die Autorin ist Redakteurin der Chorzeit.

Seit Mitte Januar hieß es freitags um zehn Uhr morgens: «Carusos, Carusos, sing mit den Carusos!» Der Carusos-Kanon läutete das Mitmachkonzert für Kinder ein. Hierfür gingen Musikpädagogin Susette Preißler und Komponist Peter Schindler wöchentlich live auf Sendung, via Zoom und YouTube.

«Ich singe gern und ich kann es auch», heißt es weiter im Kanon und genau darum geht es bei der bundesweiten Initiative des Deutschen Chorverbands für das Singen mit Kindern: Singen soll lustvoller Teil des Alltags in Kindergärten und Tagesstätten werden, sodass Kinder ein musikalisches Selbstbewusstsein entwickeln können – mit allen positiven Nebeneffekten, die das Singen noch so bietet, wie Gemeinschaft, Stärkung von Körper und Geist sowie Training des Gehirns.


Die DCV-Initiative sorgt mit einem Netzwerk von FachberaterInnen dafür, dass Erzieher-Innen kompetent darin werden, kindgerechtes Singen anzuleiten und in den Kita-Alltag zu integrieren. Dabei sollen Qualitätsmerkmale, die sogenannten Carusos-Standards, erfüllt werden. Hierfür erhält die jeweilige Einrichtung dann ein Carusos-Zertifikat, das auch nach außen bescheinigt: Hier wird kindgerecht gesungen!

Um dem zweiten Lockdown etwas entgegenzusetzen, der ja auch Kitas bis auf die Notbetreuung weithin hat schließen lassen, erfanden Susette Preißler und Peter Schindler das Carusos-Liedersingen per Online-Livestream. Eine Dreiviertelstunde lang wurde gesungen, getanzt und musiziert – mit Rasseln, Handtrommeln und anderen Lieblingsinstrumenten. Und die Carusos-Tierfamilie gehörte natürlich auch zum Bühnenpersonal. Bis zu 80 Teilnehmende schalteten sich dabei via Zoom dazu, auf YouTube verfolgten noch einmal um die 40 Menschen das Geschehen. Insgesamt machten Kindergärten – in denen natürlich entsprechend der aktuell geltenden Corona-Verordnung gesungen wurde – etwa die Hälfte der Teilnehmenden aus. Mit dabei waren auch stets Familien mit Eltern, die im Homeoffice arbeiteten, sowie Fachberatende, die das Online-Format nutzten, um sich für ihre eigene Arbeit Inspiration mitzunehmen.

Denn jedes Mal standen Nummern aus dem Kinderliederbuch der Carusos «Alle Lieder sind schon da» auf dem Programm – bekannte und neu zu lernende. Carusos-Dozentin Susette Preißler vermittelte diese ganzheitlich, mit Geschichten, Bewegungen, Fragen ans Publikum und immer im Dialog mit Peter Schindler am Flügel, der auch die Arrangements für die 63 Titel der begleitenden Carusos-Kinderlieder-CD geschrieben hat.

INTERAKTION AUF DIE FERNE
So lud Susette Preißler Mitte Februar beim «Aufwachlied» dazu ein, alle Körperteile wachzuschütteln. Und in der Anmoderation zum Lied «Lass uns Freunde sein» konnte sie Bilder in die Kamera halten, die Kinder zum Thema beste FreundInnen gemalt hatten. Dazu nämlich hatte Preißler beim letzten Mal aufgerufen, als das Lied eingeführt wurde. Neu war diesmal das Lied «Herr Laut und Herr Leis», das spielerisch vom Forte zum Piano wechselt («Herr Laut stapft wie ein Elefant. Man hört es bis zum Waldesrand. / Herr Leis schleicht wie ein Luchs. Man hört kaum einen Mucks.»). Das ließ sich auch wunderbar mit entsprechend rhythmisch stampfenden oder schleichenden Bewegungen begleiten. Außerdem lud das Carusos-Team ein, den Text zu variieren (Frau Laut …), mit den Schlaginstrumenten ein «Orchester» zu bilden und das Lied dabei nur in Gedanken mitzusingen, oder andere Gegensatzpaare einzusetzen (groß/klein, schnell/ langsam).

In der Hoffnung darauf, dass im April weitere Öffnungen auch von Kitas möglich sind, soll das Online-Singen in einem größeren Intervall fortgesetzt werden. Einiges an Fanpost aus den Kitas – oft in Form gemalter Bilder – ist in der DCV-Geschäftsstelle jedenfalls eingetroffen. «Es war toll mit Euch, und jeden Freitag waren wir gespannt auf die Lieder», schrieb etwa ein Kindergarten aus dem ostfriesischen Greetsiel: «Auch wir Erzieherinnen waren begeistert und würden jederzeit wieder mitmachen. Es ist toll, dass Ihr uns so ein wertvolles Angebot macht.» (siehe Foto von Teilen das Carusos-Teams mit der Fanpost auf Seite 36) Ermöglicht hat das Online-Singen ein Sponsoring der Firma Bär & Ollenroth und ihres Geschäftsführers Bernhard Haider.

Auch in ihren anderen Arbeitsfeldern musste die Carusos-Initiative notgedrungen kreativ mit den Bedingungen des Lockdowns umgehen. Die nächste Runde der einjährigen Fortbildung «Singen und Musizieren in der Grundschule», ein Angebot für Berliner GrundschulpädagogInnen, die Musik unterrichten, ohne eine Ausbildung hierfür absolviert zu haben, sollte eigentlich im März starten. Der Beginn wurde nun auf den April verschoben. Der letzte Jahrgang hatte sich im Herbst und Winter 2020 damit beholfen, den üblichen Seminarraum mit einer Turnhalle zu tauschen – bei halbierter Gruppenstärke. Auch die dazugehörigen Chorproben fanden in Kleinstgruppenbesetzung von acht bis zwölf Personen statt. Und schließlich gab es während des zweiten Lockdowns Online-Einzelunterricht für Stimmbildung, der bei den LehrerInnen gut ankam – immerhin. Auch zweitägige Fortbildungen für ErzieherInnen aus Berlin und Brandenburg bietet die Carusos-Initiative an. Der nächste Termin wurde vom April auf den November verschoben – sofern dies die Pandemie zulässt.

Als bundesweites Angebot hat der Deutsche Chorverband in Kooperation mit der Bundesakademie für musikalische Jugendbildung Trossingen eine Ausbildung zur/ zum Carusos-TrainerIn neu konzipiert. Sie findet in vier Akademiephasen in Trossingen, an der Landesmusikakademie Hessen in Schlitz und im Deutschen Chorzentrum in Berlin statt und soll BerufsmusikerInnen dazu qualifizieren, ErzieherInnen in puncto Kinderstimme und Singen mit Kindern fortzubilden. Der Ausbildungsgang erlebt derzeit dasselbe Schicksal wie fast alle Präsenzveranstaltungen, speziell solche, in denen es ums Singen geht: Auch er wurde verschoben und startet statt im April nun Anfang Juni. Doch in Trossingen und in Berlin bleibt die Hoffnung, dass Groß und Klein im Sommer der Einladung «Sing mit den Carusos!» nicht nur online, sondern auch live folgen können.

Mehr Info:
www.die-carusos.de
www.bundesakademie-trossingen.de

Quelle: Chorzeit April 2021